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SUPABASE

Quelloffenes Backend auf PostgreSQL mit Login, Dateispeicher, Echtzeit und Edge Functions.

Über SUPABASE

Supabase ist die bekannteste quelloffene Alternative zu Firebase und setzt dabei auf PostgreSQL statt auf eine eigene NoSQL-Datenbank. Jedes Projekt bekommt eine vollwertige Postgres-Instanz, aus deren Tabellen Supabase automatisch eine REST- und eine GraphQL-API erzeugt. Wer darf was, regelst du direkt in der Datenbank über Row Level Security, also mit SQL-Richtlinien pro Tabelle statt in einer separaten Regelsprache. Drumherum liegen Authentication mit E-Mail, Magic Links, Telefon, SSO und über 20 OAuth-Anbietern, ein Dateispeicher mit CDN und Bildtransformation, Realtime für Live-Updates über WebSockets sowie Edge Functions, die TypeScript-Code auf Deno nah am Nutzer ausführen. Über die Erweiterung pgvector speicherst du Embeddings direkt neben deinen Daten und baust so semantische Suche oder RAG ohne eigene Vektordatenbank. Das Dashboard bringt einen SQL-Editor, einen Tabellen-Editor und einen KI-Assistenten mit, Branching legt für Pull Requests eigene Vorschau-Datenbanken an. Der Supabase-MCP-Server lässt KI-Agenten wie Claude Code oder Cursor Tabellen anlegen, Migrationen ausführen und Logs lesen. Genau deshalb ist Supabase in der KI-Entwicklung so verbreitet: Nach eigenen Angaben startet inzwischen mehr als die Hälfte der neuen Datenbanken über ein KI-Tool, Lovable etwa baut seine Lovable Cloud auf Supabase auf. Im Juni 2026 sammelte das Unternehmen 500 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 10,5 Milliarden ein. Der Free-Tarif umfasst zwei aktive Projekte mit 500 MB Datenbank, 1 GB Speicher und 50.000 aktiven Nutzern im Monat, pausiert ungenutzte Projekte aber nach einer Woche. Pro beginnt bei 25 US-Dollar im Monat, Team bei 599 US-Dollar mit SOC 2 und ISO 27001. Zur Herkunft: Vertragspartner ist die Supabase Pte. Ltd. in Singapur, die Muttergesellschaft sitzt aber in den USA, und der Vertrag unterliegt kalifornischem Recht. Gehostet wird auf AWS, eine EU-Region wie Frankfurt kannst du beim Anlegen des Projekts wählen. Weil der gesamte Stack unter Apache 2.0 steht und auf Standard-Postgres läuft, kannst du Supabase auch selbst betreiben oder deine Daten mit üblichen Postgres-Werkzeugen mitnehmen. Der Lock-in ist damit deutlich geringer als bei Firebase. Wer zusätzlich einen europäischen Anbieter will, findet in Nhost aus Stockholm ein ähnliches Konzept mit GraphQL im Mittelpunkt.

Hauptfunktionen

  • Eigene PostgreSQL-Datenbank pro Projekt mit automatischer REST- und GraphQL-API
  • Row Level Security: Zugriffsrechte als SQL-Richtlinien direkt in der Datenbank
  • Authentication mit E-Mail, Magic Links, Telefon, SSO und über 20 OAuth-Anbietern
  • Storage mit CDN und Bildtransformation
  • Realtime für Live-Updates über WebSockets
  • Edge Functions in TypeScript auf Deno
  • pgvector für Embeddings, semantische Suche und RAG
  • Branching mit Vorschau-Datenbanken für Pull Requests
  • MCP-Server für KI-Agenten wie Claude Code und Cursor
  • Open Source (Apache 2.0) und selbst hostbar, EU-Region Frankfurt wählbar

Herkunft & Souveränität

Sitz
San Francisco, Kalifornien, USA
Eigentümer
Supabase, Inc. (Delaware, USA); Vertragspartner ist die Tochter Supabase Pte. Ltd. (Singapur)
Daten in der EU
EU-Datenhaltung optional
Selbst hostbar
ja, in der EU betreibbar

Vertrag mit der Singapurer Gesellschaft, aber kalifornisches Recht und US-Mutter (CLOUD Act). Projekte laufen auf AWS, eine EU-Region wie Frankfurt ist wählbar. Quelloffen unter Apache 2.0 und selbst hostbar.

Maßgeblich ist der Unternehmenssitz, nicht der Serverstandort (US CLOUD Act). Stand: 2026-10.

Europäische Alternativen

Kein Muss, sondern eine Option: Diese europäischen Tools decken ähnliche Aufgaben ab. Ein Wechsel will geplant sein, mehr dazu im Guide zu europäischen Alternativen.

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