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24. April 2026
Tool Updatevon Claudius Neidig

Ahrefs-Update Februar/März 2026: Bot Analytics & Brand Radar

Ahrefs rollt in Februar und März 2026 insgesamt 24 Neuerungen aus: das neue Bot-Analytics-Tool deckt auf, welche Bots welche Seiten crawlen, der Brand Radar erzeugt AI-Prompts und Fanout-Queries, der AI Content Helper bekommt Custom Competitors und die API-Zugänge öffnen sich für Lite+-Pläne.

Bot Analytics: Transparenz über Crawler und Crawl-Budget

Die wichtigste Neuerung ist das neue Bot-Analytics-Tool. Es zeigt für jede Seite, welche Bots sie crawlen — Google, Bing, aber auch AI-Crawler wie ClaudeBot oder GPTBot sowie aggressive Scraper. Damit lässt sich das Crawl-Budget gezielt schützen und priorisieren, welche Fixes für welche Crawler zuerst nötig sind.

Für SEO- und GEO-Teams heißt das:

  • Erkennen, ob AI-Bots die wichtigsten Seiten tatsächlich abholen
  • Crawl-Budget bei großen Sites auf die umsatzrelevanten Templates lenken
  • Aggressive Scraper identifizieren, bevor sie die Infrastruktur belasten

Brand Radar: AI-generierte Prompts und Fanout-Queries

Der Brand Radar bekommt mehrere substanzielle Erweiterungen für Generative-Engine-Optimierung:

  • AI-generierte Custom Prompts auf Basis der eigenen Marke, Wettbewerber und Fokusbereiche — kein Start bei Null mehr
  • Fanout-Queries machen die versteckten Anschluss-Fragen sichtbar, die AI-Modelle hinter den Kulissen stellen — die beste Keyword-Quelle für AI-Content
  • Cited Pages wurden aufgewertet: Quellenaufschlüsselung nach erwähnten Marken, Seitentypen und Kennzahlen wie DR und Traffic
  • YouTube AI Citations: welche Videos in AI-Antworten zitiert werden und welche Formate besonders oft gepickt werden
  • Custom Prompts sind jetzt kostenlos auf allen bezahlten Plänen außer Starter, ohne Zusatz-Paket

AI Content Helper: Custom Competitors und Tiefenintegration

Der AI Content Helper wird präziser und integriert sich stärker ins Ahrefs-Ökosystem:

  • Content-Score direkt in der Dokumenten-Liste — man sieht auf einen Blick, welche Artikel Überarbeitung brauchen
  • Custom Competitors ersetzen Top-SERP-Vorgaben durch die tatsächlichen Wettbewerber
  • Direkter Sprung aus Site Explorer → Top Pages in den Content Helper mit vorausgefüllter Seite und Keyword

Keywords Explorer und Site Audit

Kleinere, aber nützliche Verbesserungen in zwei Kern-Tools:

  • Kategorie-Filter im Keywords Explorer — Keywords nach Nische schneller eingrenzen
  • Global Terms zeigen englische Übersetzungen für nicht-englische Keywords — hilft bei der internationalen Nachfrage-Analyse
  • Related Keywords im Traffic Share erweitern den Blick über Seed-Keywords hinaus
  • Site Audit: Bulk-Projekteinstellungen für Crawl- und Alert-Settings über mehrere Projekte hinweg
  • AI-generierte Alt-Texte für Bilder — Generierung und Patch im Batch

Report Builder, Rank Tracker und API

Für Agenturen und größere Teams besonders relevant:

  • Scheduled Reports im Report Builder — PDFs automatisiert an Stakeholder versenden
  • Rank Tracker: CSV-Keyword-Import über mehrere Projekte — ideal für Migrationen und große Setups
  • Neue API-Endpoints: Prompts verwalten, Site-Audit-Projekte filtern und GSC-Daten programmatisch abrufen

Erweiterte Zugänge auf Lite+

Vielleicht die praxis-relevanteste Änderung für kleinere Teams: API v3, Always-on Audits und höhere Report-Builder-Limits sind jetzt auf niedrigeren Tarifstufen verfügbar. Wer bislang für den API-Zugriff auf Enterprise umsteigen musste, spart potenziell einen vierstelligen Jahresbetrag.


Fazit

Mit 24 Updates in zwei Monaten zeigt Ahrefs klare Prioritäten: Bot-Transparenz, Generative-Engine-Optimierung und tiefere Integration zwischen den Tools. Besonders Bot Analytics und die Brand-Radar-Erweiterungen sind für SEO- und GEO-Verantwortliche sofort relevant — AI-Crawler-Verhalten wird 2026 zur neuen Kennzahl neben klassischem Googlebot-Traffic. Der Ausbau der API-Zugänge auf Lite+ öffnet außerdem die Tür für automatisierte Reporting-Pipelines bei Agenturen.