Neue Modelle im KI-Chat und im Superagent
Am 4. September 2026 hat Base44 OpenAIs GPT 6 Astra in den KI-Chat und den Superagent aufgenommen. Base44 positioniert das Modell für schwieriges Reasoning und besonders anspruchsvolle Builds, es verbraucht dafür mehr Credits pro Anfrage. Die Modellauswahl ist seitdem nach Hersteller gruppiert, was bei der wachsenden Liste auch nötig war.
Einen Tag später folgten Claude Sonnet 5 und Opus 5 von Anthropic sowie Googles Gemini 3.8 Flash für schnelle Alltagsaufgaben. Im Automatikmodus arbeitet Base44 überwiegend mit Sonnet 5 und zieht Opus 5 für die erste Planungsnachricht heran. Fable 5.1 hatte bereits am 2. September Fable 5 abgelöst.
Was Admins wissen müssen:
- Stärkere Modelle kosten mehr Credits. Wer Budgets pro Team plant, sollte klären, wer GPT 6 Astra oder Fable 5.1 standardmäßig nutzen darf.
- Seit dem 30. August lässt sich eine Nachricht parallel auf zwei Modellen bauen. Beide Versionen landen als Branch, du übernimmst die bessere. Das setzt den Builder-Plan voraus und kostet doppelte Credits.
- Antworten von In-App-Agenten werden seit dem 30. August nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet, mit einem Mindestbetrag pro Modell.
Ein Modellangebot für alles, was deine App ausführt
Wichtiger als der Chat ist für viele Teams eine Änderung vom 6. September: InvokeLLM, In-App-Agenten sowie Bild- und Textgenerierung greifen jetzt auf dieselbe Modellliste zu. Dazu gehören Gemini 3.8 Flash, GPT 5.6 Luna, Sonnet 5, Opus 5, Fable 5.1, GPT 6 Astra und GLM 5.2. Laut Base44 stehen alle Modelle in allen Plänen zur Verfügung, ältere Modellaufrufe bleiben kompatibel.
Für produktive Apps heißt das: Der Modellwechsel ist eine Konfigurationsfrage, kein Umbau. Prüfen solltest du trotzdem, ob ein neues Modell im eigenen Anwendungsfall bessere Ergebnisse liefert, bevor du die Kosten hochziehst. GLM 5.2 stammt übrigens von Zhipu AI aus China. Wer Vorgaben zur Herkunft von KI-Anbietern hat, sollte das Modell gezielt ausschließen.
Branches, Pull Requests und Code im Editor
Base44 baut die Git-nahe Arbeitsweise weiter aus. Seit dem 1. September bekommt jeder Branch einer importierten App eine eigene Preview-Adresse. Code-Tab und Backend-Funktionen speichern auf den aktuellen Branch und landen erst beim Merge auf main. Am 7. September kam die Review von Pull Requests für aus GitHub importierte Apps hinzu: geänderte Dateien, Zeilenzahlen, Titel und Beschreibung lassen sich direkt in Base44 bearbeiten, gemergt wird auf Wunsch über den KI-Chat.
Praktisch für Teams sind außerdem Kommentare, die sich an Elemente der Vorschau heften und in den KI-Chat übernommen werden können. Die Grenze von 50 Backend-Funktionen gilt für einzelne Deployments nicht mehr, nur noch für den Massenaustausch.
Enterprise-Funktionen und Superagents
Für größere Organisationen sind drei Neuerungen relevant. Enterprise-Workspaces erhalten Service Principals mit ausstellbaren und widerrufbaren Zugangsdaten für automatisierte Systeme. Private Apps können Zugriff direkt bei erfolgreicher SSO-Anmeldung vergeben, mit Workspace-Standard und Ausnahme pro App. Und Apps lassen sich im Enterprise-Plan gezielt mit Gruppen teilen.
Der Superagent tritt parallel stärker als Assistent auf: Er nimmt an Zoom- und Google-Meet-Terminen als Protokollant teil, reagiert auf Erwähnungen in Slack (auch im Free-Plan) und liest Transkripte von Telefonaten. Gerade die Meeting-Aufzeichnung solltest du vor dem Einsatz mit Datenschutz und Betriebsrat abstimmen, denn Aufnahme und Zusammenfassung laufen über einen US-Dienst.
Fazit
Base44 verschiebt sich spürbar von der Vibe-Coding-Spielwiese zu einer Plattform mit Branches, Reviews und Identitätsverwaltung. Die neuen Modelle sind der sichtbare Teil, die Governance-Funktionen der nützlichere. Lege fest, welche Modelle in deinem Workspace erlaubt sind, und nutze den Zwei-Modell-Vergleich gezielt für kritische Builds statt als Standard.