Zum Inhalt springen

Mehrere Antworten auf dasselbe Problem

Glean durchsucht die Systeme, die ihr ohnehin nutzt, und respektiert dabei bestehende Zugriffsrechte, gedacht für größere Organisationen. NotebookLM arbeitet mit einem abgegrenzten Satz an Dokumenten und antwortet ausschließlich daraus, ideal für die Recherche an einem Projekt. Notion ist eher das Zuhause des Wissens selbst und beantwortet Fragen zu den Inhalten, die dort gepflegt werden. Dust und Langdock, beide aus Europa, gehen über Agenten: Sie binden Slack, Drive, CRM und Wiki an und beantworten Fragen quer über diese Quellen. Anytype und Docs aus La Suite numérique sind die souveränen Alternativen zu Notion, einmal lokal und Ende-zu-Ende-verschlüsselt, einmal quelloffen und von Frankreich und Deutschland getragen.

Ohne Pflege bleibt es beim Suchen

Ein KI-Werkzeug findet nur, was jemand aufgeschrieben hat. Bevor du eines einführst, lohnt eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche Dokumente sind aktuell, welche widersprechen sich, was liegt nur in Postfächern? Kläre außerdem die Rechtefrage vorab. Eine unternehmensweite Suche, die vertrauliche Personalunterlagen ausspielt, ist schnell ein größeres Problem als das ursprüngliche Suchproblem.

Klein anfangen statt alles anschließen

Statt gleich das ganze Unternehmen zu verkabeln, lohnt ein abgegrenzter Bereich: das Onboarding neuer Kolleginnen und Kollegen, die Produktdokumentation oder wiederkehrende Kundenfragen. Dort zeigt sich schnell, ob die Antworten tragen und an welchen Stellen Inhalte fehlen oder veraltet sind. Erst wenn dieser Ausschnitt zuverlässig funktioniert, ist es sinnvoll, weitere Quellen aufzunehmen. Der Nebeneffekt ist oft der wertvollere: Beim Aufräumen fällt auf, wie viel Wissen bisher nur in einzelnen Postfächern lag.